Sternchen
Es ist wie es ist, meine lieben Leser, aber Rafael Nadal kennt jeder. Dieser sportliche Mallorquiner wird nicht nur für seine Leistungen in der Tenniswelt von seinem Inselvolk geliebt und verehrt, sondern noch viel mehr für seine Menschlichkeit. Keine Spur von Arroganz, Überheblichkeit oder Bessersein. Er ist für die Inselbewohner sowas wie für uns unser Bobele Becker einst war, würde ich sagen, nur eben ohne Weibergeschichten und unehelichen Kindern, immer noch stinkreich und viel hübscher als unser Rotschopf-behaupte ich jetzt mal. Als die Insel vor ein paar Jahren komplett unter Wasser stand, hat Rafa nicht lange gefackelt. Er zog seine Gummistiefel an, schnappte sich eine riesengroße Schaufel und fuhr nach Sant Llorenç, dorthin, wo die Hilfe am meisten gebraucht wurde. Er hat geholfen, so wie Sie und ich, und schaufelte den Dreck aus den Häusern, spendete eine beträchtliche Summe an die Betroffenen und sprach nicht mal darüber.
Nadal ist nicht das einzige Wunderkind, welches die Insel hervorbringt. Es gab schon immer großartige Persönlichkeiten, die von der Insel abstammen und den Weltruhm erlangten. Nehmen wir Maria Antònia Salvà, die erste moderne Dichterin in katalanischer Sprache. Ich würde sagen, sie war die Beyoncé ihrer Zeit – nur mit mehr Gedichten und ohne Tanzbewegungen. Ihre Verse waren so kraftvoll, dass selbst die härtesten Kritiker vor lauter Anerkennung im Dreieck hüpften. Wenn sie heute noch leben würde, wären ihre Gedichte wahrscheinlich so berühmt, dass sie in Stein gemeißelt und in den größten Bibliotheken der Welt ausgestellt sein würden.
Lassen Sie uns weiterhin kreativ bleiben und einen Klick auf Toni Catany drücken, den Meister der Fotografie. Dieses Genie der Linse ist bekannt für seine Stillleben und Porträts, die so lebendig sind, dass man fast erwartet, die abgebildeten Früchte würden anfangen zu plaudern. Er war der Picasso der Fotografie, würde ich sagen, nur eben mit weniger Farbe, mehr Fokus und mehr Talent. Toni hatte die Fähigkeit, selbst eine Kartoffel wie ein Kunstwerk aussehen zu lassen. Wenn er heute noch leben würde, wären seine Werke wahrscheinlich in den größten Museen der Welt zu finden, und seine Ausstellungen würden Besucher in Scharen anziehen.
Nun zu Joan Valent, dem musikalischen Superstar. Er ist der einzige lebende Mallorquiner, der es geschafft hat, beim renommierten Klassiklabel „Deutsche Grammophon“ zu veröffentlichen. Joan komponiert epische Musik für Filme und Orchester, die einen beim Hören in die Rolle eines Hollywood-Helden versetzen, selbst wenn man nur den Müll rausbringt. Ich behaupte, dass dieser Komponist in unserer Zeit das verkörpert, was Mozart einst war, jedoch mit einem modernen Twist und einer Vorliebe für Filmmusik, aber ohne den exzentrischen Kleidungsstil. Es bleibt also spannend, meine lieben Leser! Was wird wohl dieses Supertalent noch aus seiner Musikkiste zaubern und uns um die Ohren hauen?
Wer ist der Modekönig von Mallorca, wer ist der Modeprinz von Haute Couture? Genau, das ist der unvergleichbare Sebastián Pons! Mit seinem einzigartigen Stil und seiner kreativen Vision hat er die Modewelt im Sturm erobert. Seine Kollektionen sind nicht nur auf den Laufstegen der großen Modemetropolen zu sehen, sondern auch bei den stilbewussten Inselbewohnern sehr beliebt. Er ist sowas wie Emanuel Ungaro zu seiner Zeit war, würde ich behaupten, nur eben mit mehr innovativen Designs, weniger Stoffen und mutigeren Schnitten. Pons kombiniert traditionelle Elemente mit modernen Trends und schafft so unverwechselbare Mode, die sowohl elegant als auch avantgardistisch ist. Auch hier bleibt es spannend, was wird das tapfere Designerlein wohl als nächstes auf den Laufsteg klatschen?
Wenn Sie das nächste Mal durch die Straßen von Mallorca schlendern oder die Sonne und den Strand genießen, so würde ich sagen, lassen sie bitte Ihren verborgenen Talenten freien Lauf. Da kommt bestimmt was Kreatives und Wunderbares dabei raus, behaupte ich jetzt einfach mal.