Mallorquiner
Es ist wie es ist, meine lieben Leser, aber Mallorca ist nun mal die Perle des Mittelmeers. Nicht nur wegen der traumhaften Strände, der einzigartigen Natur und der strahlenden Sonne, sondern auch wegen der wunderbaren Bewohner. Ja, ja, die Mallorquiner sind schon ein reizendes Völkchen. Wenn es jemand versteht, das Leben in vollen Zügen zu genießen, dann sind es diese großartigen Inselbewohner. Sie sind wahre Meister in Menschlichkeit, Herzlichkeit, Empathie und Großzügigkeit. Ihre Feste und Traditionen sind ein lebendiger Ausdruck ihrer Kultur und Lebensfreude. Kein Wunder, dass sich jeder Besucher sofort wie zu Hause fühlt.
Schnell geht hier auf der Insel erstmal gar nichts, jeder hat sein eigenes persönliches Tempo. Wenn eine Arbeit zu verrichten ist, dann dauert es eben so lange, bis es fertig wird. Geduld ist eine Tugend, die die Mallorquiner in Perfektion beherrschen. Ob beim Arzt, in der Bank oder im Supermarkt, das Warten gehört zum Alltag. Und das Beste daran? Sie nehmen es mit einer Gelassenheit hin, die fast schon meditativ wirkt. Während der Rest der Welt in Hektik verfällt, lehnt sich der Mallorquiner entspannt zurück und genießt den Moment. Ich würde sagen, die Mallorquiner haben das Warten erfunden.
Nicht zu unterschätzen ist die Liebe dieses Völkchens zum Essen, am besten direkt mit der ganzen Familie. Die Mallorquiner sind wahre Gourmets und stolz auf ihre kulinarischen Traditionen. Ein typisches mallorquinisches Essen ist ein Fest für die Sinne. Von der herzhaften Sobrassada über die süßen Ensaimadas bis hin zu den frischen Meeresfrüchten, die mallorquinische Küche lässt kaum Wünsche offen. Und wehe, jemand wagt es, die Qualität der lokalen Produkte infrage zu stellen! Das ist ungefähr so, als würde man einem Deutschen sagen, dass sein Bier nicht gut genug ist, das wäre doch ein Sakrileg!
So viel Speis und Trank machen bekanntlich müde, also, Ausruhen ist angesagt! Die Mallorquiner nehmen ihre Siesta sehr ernst. Zwischen 14 und 17 Uhr verwandelt sich die Insel in eine Geisterstadt, vor allem in der ländlichen Gegend. Geschäfte schließen, die Straßen sind leer, und selbst die Hunde scheinen ein Nickerchen zu machen. Die Zeit steht still. Versuchen Sie mal, während dieser heiligen Stunden einen Mallorquiner zu stören, das ist ungefähr so, als würden Sie versuchen, einen Bären aus dem Winterschlaf zu wecken. Ich würde es Ihnen nicht unbedingt empfehlen, genauso wenig wie an einem Sonntag die Inselmenschen mit Lappalien zu belästigen. Sonntag ist immer Familientag, das ist kein Platz für Sie!
Ordentlich ausgeruht und voller Energie, starten sie in die Fiestas. Die Mallorquiner lieben ihre Feste und feiern diese mit einer Leidenschaft, die ihresgleichen sucht. Ob es nun das Fest der Heiligen Drei Könige, die Mandelblüte, der Sant Joan oder auch nur ein Geburtstag ist, die Mallorquiner wissen, wie man feiert. Und wenn ich schreibe „feiern“, dann meine ich das auch so! Es wird getanzt, gesungen und gegessen, bis die Sonne wieder aufgeht. Ein Mallorquiner auf einem Fest ist wie ein Fisch im Wasser, sprich in seinem Element und nicht zu bremsen.
Ein weiteres charmantes Detail ist ihre Sprache. Die Mallorquiner sprechen ihr Mallorquín und sind sehr stolz darauf! Es ist nicht ungewöhnlich, dass sie mitten im Gespräch ins Mallorquín wechseln, besonders wenn sie unter sich sind. Für Außenstehende mag das zunächst verwirrend sein, aber es ist ein Zeichen der Verbundenheit und des Stolzes auf ihre Kultur. Und wenn Sie ein paar Worte Mallorquín lernen, werden Sie mit offenen Armen empfangen und bestimmt zu einem Glas Hierbas eingeladen. Also, warum nicht ein paar Vokabeln lernen? Schließlich könnte es der Schlüssel zu neuen Freundschaften und noch mehr Kräuterschnaps sein!